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"Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt"

Die Bipolare Erkrankung, oft als manisch-depressive Krankheit beschrieben, betrifft allein in Deutschland mindestens eine Million Patienten. Obwohl die Symptome bereits 400 v. Chr. von Hippokrates beschrieben worden waren, fanden sie erst 2000 Jahre später Einzug in die Beschreibungen eines Krankheitsbildes.

Extreme Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit, keine Einbildung und Überspanntheit, sie sind möglicherweise Facetten der bipolaren Erkrankung. Weltweit sind etwa 2 bis 5 Prozent aller Erwachsenen von dieser Erkrankung betroffen.

Behandlungswege
Die Diagnose der bipolaren Erkrankung mag zunächst niederschmetternd sein. Aber sie ist vor allem eine Chance etwas dagegen zu unternehmen und die Beschwerden zu behandeln.

Sinn und Zweck einer Behandlung ist es, die Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen. Extreme Tiefen und Höhen werden durch einen ausgeglicheneren Zustand ersetzt. Dabei sollten Ihre Emotionen reguliert werden und natürliche Stimmungsschwankungen erhalten bleiben.

Über dieses medizinische Behandlungsziel hinaus ist eine Therapie notwendig, um eine möglichst schnelle und vollständige soziale und berufliche Wiederherstellung zu erreichen oder zu festigen.

Akuttherapie
Diese Therapie besteht in der Regel daraus, die Stimmungen des Patienten schnellstmöglich in einen ausgeglichenen Zustand zu bringen. Hierzu werden Medikamente benötigt, die das Gleichgewicht im beschriebenen Stoffwechselprozess wieder herstellen.

Rückfallschutz
Das Gefährliche an symptomfreien Episoden in der bipolaren Erkrankung ist die falsche Annahme, im Anschluss an eine kranke Phase oder einer Therapie auf eine weitere Behandlung verzichten zu können. Da es sich bei der bipolaren Erkrankung jedoch oft um eine lebenslange Erkrankung handelt, ist eine Behandlung ohne Unterbrechung notwendig, um Rückfälle zu reduzieren.

Denn je mehr bipolare Phasen ein Betroffener erfährt, desto ungünstiger ist auch die Prognose für den Krankheitsverlauf. Daher ist es dringend notwendig, das Risiko eines Rückfalls mit Hilfe einer andauernden Therapie so niedrig wie möglich zu halten.

Phasenprophylaxe
Langfristig ist ein effektiver Schutz vor Rückfällen gleichbedeutend mit einer Phasenprophylaxe. Ziel ist es eine anhaltend ausgeglichene Stimmung wiederherzustellen, wobei die Schwingungsfähigkeit, also das emotionale Erleben, erhalten bleiben soll. Die Phasenprophylaxe soll vermeiden, dass neue bipolare Episoden auftreten und den symptomfreien Zeitraum verlängern.

Die bipolare Erkrankung kann im wesentlichen durch diese drei ineinandergreifenden Therapieformen behandelt werden.

 

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