Pressemitteilung

Antikörpertherapien gegen COVID-19

EMA gibt Empfehlung ab für die COVID-19 Behandlung mit Bamlanivimab allein oder in Kombination mit Etesevimab

Der CHMP hat die Überprüfung der verfügbaren Daten für beide Antikörper zur Behandlung von bestätigter COVID-19 Erkrankung abgeschlossen.

05. März 2021 – Heute wurde bekannt gegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ein positives wissenschaftliches Gutachten für den neutralisierenden Antikörper Bamlanivimab sowie für die Kombination der Wirkstoffe Bamlanivimab und Etesevimab zur Behandlung von COVID-19 abgegeben hat. Das Gutachten unterstützt den Einsatz bei ambulant behandelten Patienten ab 12 Jahren mit bestätigter leichter bis mittelschwerer COVID-19 Infektion, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko für ein Fortschreiten der Krankheit zu einem schweren Krankheitsbild und/oder einer Krankenhauseinweisung besteht.

Das wissenschaftliche Gutachten des CHMP 1 liefert eine harmonisierte, auf EU-Ebene gültige Stellungnahme zur Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit der Antikörper. Dieses Verfahren bedingt keine EU-Zulassung, kann aber von den Mitgliedsstaaten bei Entscheidungen über den Einsatz der Therapien auf nationaler Ebene berücksichtigt werden.

Die CHMP-Empfehlung basiert auf den Phase-2 und Phase-3 Ergebnissen der Studien BLAZE-1 und BLAZE-4. Die Ergebnisse aus BLAZE-1 zeigten, dass Bamlanivimab allein die Viruslast und die Häufigkeit von Symptomen und Krankenhausaufenthalten bei nicht hospitalisierten Hochrisikopatienten mit leichter bis mittelschwerer COVID-19 Erkrankung um mehr als 70 Prozent reduzierte, und die Kombination Bamlanivimab/Etesevimab das Risiko von COVID-19 bedingten Krankenhausaufenthalten und Todesfällen in derselben Patientenpopulation um 70 Prozent senken kann.

Lilly setzt sich dafür ein, dass die neutralisierenden Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab weltweit zur Behandlung von COVID-19 zur Verfügung stehen.

PP-MG-AT-0153, März 2021

1 gemäß Artikel 5.3 der Verordnung 726/2004